Auch wenn ein Schließfach ein hohes Maß an Sicherheit bietet, stellt sich für viele Makler und Kunden die Frage, wie Wertsachen im Schadensfall tatsächlich versichert sind und ob vielleicht eine separate Schließfach-Versicherung sinnvoll wäre.
Die Absicherung von Schließfächern über die Bank oder Sparkasse
Grundsätzlich ist ein Schließfach über eine Bank oder Sparkasse nicht automatisch umfassend versichert. In vielen Fällen besteht lediglich ein begrenzter Grundschutz über den Schließfachvertrag oder über die Bank selbst. Dieser deckt häufig nur bestimmte Schadensursachen wie Einbruchdiebstahl, Feuer oder Leitungswasserschäden ab – und das meist nur bis zu einer vergleichsweise niedrigen Höchstsumme. Für hochwertige Gegenstände kann dieser Schutz schnell unzureichend sein, wie der Fall in Gelsenkirchen zeigt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beweislast im Schadensfall. Banken kennen in der Regel den Inhalt eines Schließfachs nicht. Das bedeutet, dass Kundinnen und Kunden im Ernstfall nachweisen müssen, welche Gegenstände sich im Schließfach befanden und welchen Wert sie hatten. Kaufbelege, Gutachten, Fotos oder Wertnachweise sind daher essenziell, um eine Entschädigung geltend machen zu können.
Die Versicherung von Wertsachen über die Hausratversicherung
Wer als Kunde besonders wertvolle Gegenstände lagert, sollte prüfen, ob eine zusätzliche Versicherung sinnvoll ist. In vielen Fällen können Wertsachen über eine Hausratversicherung mitversichert werden, sofern das Schließfach bei einer Bank innerhalb Deutschlands oder der EU geführt wird. Allerdings gelten auch hier oft Höchstgrenzen und Bedingungen.
Ein Blick in die Vertragsbedingungen der bestehenden Hausratversicherungen lohnt sich: Welche Schäden sind konkret versichert? Gibt es Ausschlüsse, etwa bei grober Fahrlässigkeit oder bei höherer Gewalt? Und wie hoch ist die maximale Entschädigungssumme? Nur wer als Makler diese Punkte genau kennt, kann realistisch einschätzen, ob der bestehende Versicherungsschutz bei vermögenden Kunden ausreicht.
Dies ist nicht nur in Bezug auf Bank-Schließfächer zu empfehlen. Auch die Aufbewahrung von Wertgegenständen in der Wohnung oder im Haus der Kunden beziehungsweise im Tresor gehören zu den Prüfpunkten, will man aus dem Vorfällen in Gelsenkirchen, Berlin oder anderen Raubdelikten die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.
Leistungsstarke Wertsachenversicherung bei der Oberösterreichischen
Grundlegenden Versicherungsschutz für Wertsachen bieten die Hausratversicherungen der Oberösterreichische Versicherung für Kunden in Deutschland. Schauen wir uns dies in der Deckungsvariante DaHeim Premium* einmal genauer an. In diesem Tarif sind Wertsachen bis 50 Prozent der Versicherungssumme mit einer Höchstsumme von maximal 50.000 EUR mitversichert.
Hervorzuheben ist, dass Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Münzen und Medaillen sowie alle Sachen aus Gold und Platin auch außerhalb des Wertschutzschrankes bis 30 Prozent der Versicherungssumme mit einer Höchstsumme von maximal 30.000 EUR mitversichert sind. Für Urkunden, Sparbücher und Wertpapiere gilt die Obergrenze von 10.000 EUR.
Kommen wir zu Wertgegenständen im Bankgewahrsam, also in Bankschließfächern. Hier leistet im Fall der Fälle die Hausratversicherung DaHeim Premium der Oberösterreichische bis zu 50 Prozent der in der Police vermerkten Versicherungssumme. Wie Sie als Makler in unserer Deckungsübersicht feststellen werden, gibt es dann keine niedrigeren Sonderbegrenzungen für einzelnen Wertsachen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in den entsprechenden Versicherungsbedingungen VHB und HR 8005.19.
Spezieller Tipp für Ihre Kunden – Verzeichnis Wertsachen
Wir haben für Sie als Makler noch einen speziellen Tipp für Ihre Kunden: Unser Wertsachenverzeichnis. Dieses Formular ist unverbindlich und soll die Abwicklung im Schadenfall erleichtern. Die Kunden müssen Ihnen als Makler natürlich nicht jedes Detail der eigenen Wertsachen mitteilen. Das Wertsachenverzeichnis stellt keine Vertragsgrundlage dar. Es kann daraus kein Anspruch, welcher Art auch immer, abgeleitet werden. Das Verzeichnis kann aber helfen einen Gesamtüberblick für die zu versichernden Wertgegenstände verschaffen.
Fazit: Ein Schließfach oder auch der Tresor der Kunden bietet zwar ein hohes Maß an physischer Sicherheit, ersetzt aber nicht automatisch einen umfassenden Versicherungsschutz. Wer als Kunde Wertsachen einlagert, sollte sich frühzeitig über die bestehenden Versicherungsleistungen informieren und diese bei Bedarf mit Ihrer Unterstützung als Makler ergänzen. So lassen sich finanzielle Verluste im Schadensfall vermeiden und wertvolle Besitztümer wirklich rundum absichern.
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* Für diesen Blogbeitrag wurde eine allgemeinverständliche Darstellung genutzt, die die ausführlichen Regelungen der betreffenden Gesetze sowie Versicherungsbedingungen nicht ersetzt. Dementsprechend wird für die Ausführungen explizit keine Haftung übernommen.
